Basiswissen-Weltwirtschaft – Systemwechsel

Digitales FIAT-Geldsystem!

Die Zentralbanken werden die Geschäftsbanken. Ob die Geschäftsbanken weiter existieren werden, hängt davon ab, ob sie im neuen System noch als Verwalter o.ä. gebraucht werden.
Dr. Markus Krall zur Digital-Währung: „Wer nicht glaubt, dass das der Plan ist, uns alle mit einem sozialen Scoringsystem zu überziehen, dem muss klar sein, dass das, was man jetzt im ESG, also Environment, Sozial, Governments, über die Unternehmen stülpt, auch uns Menschen betrifft. Banken müssen ein zusätzliches Rating für jede Firma unterhalten, dass das Wohlverhalten jedes Unternehmens im Sinne von Nachhaltigkeit, Woke und Gender und Fähnchenschwenkerei erfasst, in ein Bankenrating fließt und das dann das Kreditrating, möglicherweise später mit einem hohen Gewicht ergänzt. Das ist heute schon der Fall. Für Unternehmen gibt es in Europa bereits ein social Scoring nach chinesischem Muster. Es ist auf politisches Wohlverhalten konditioniert. An dem Glauben an den menschenerdachten Klimawandel, auf Wokeness, auf Gendern, auf Nachhaltigkeitskram, also alles, was links-grün ist. Man muss sich im Klaren sein, das ist bereits Realität!“
Das zweite Thema, weshalb die Zentralbanken dieses Geld als „Helden-Notausgang“ betrachten, ist eine Tatsache, die historisch einfach verbrieft ist, dass kein FIAT-Geld, kein Papiergeld jemals länger als 50 – 100 Jahre überstanden hat. Papiergeld wurde im 14. Jahrhundert von Kublai Khan erfunden. Seitdem gab 500 Hyperinflationen in der Weltgeschichte, die zum Untergang ganzer Länder, Nationen und Zivilisationen geführt haben. Als Marco Polo nach seiner China-Reise noch von der Allchemie, aus Papier quasi Gold herstellen, war bereits eine Generation später, das chinesische Reich in einer Hyperinflation versunken und auseinandergebrochen. Das Chaos war perfekt. Auch alle anderen Papierwährungen der Weltgeschichte existierten nicht länger als hundert Jahre, auch der Dollar. Den heutigen Dollar gibt es seit dem 15. August 1971. Vorher war der Dollar eine goldgedeckte Währung. Erst ab dem Tag wurde er eine Fiatgeld-Währung.
Wenden wir uns jetzt der phänomenalen Fiatgeld-Währung, also dem Inflationsgeld, mit der wir seit Generationen traktiert werden, die nur unserer Enteignung dient, zu. Es hat nur diesen Zweck, es dient der Enteignung der Menschen! Die goldgedeckten Währungen vor 1914 und zwischen 1947 und 1971, kannten keine Inflationsproblematik. Menschen wurden nicht enteignet, es gab keine Umverteilung, die zu Lasten der Bevölkerung führte, weil es keine Geldpolitik gab.
Der Sinn ist nicht nur die Enteignung der Bürger, es entstand auch ein Land, das durch seine Leitwährungs-Funktion alle anderen Staaten enteignen kann. Wie wurde der Dollar zur Leitwährung? In den Jahren zwischen 1947 und 1971 hat man nur den Dollar an das Gold gebunden. 35 Dollar kostete eine Feinunze Gold (heute, 50 Jahre später, 2000$) und alle anderen Länder waren mit ihren Währungen zu festen Wechselkursen an den Dollar gebunden und hatten somit einen indirekten Goldstandard.
Als die Amerikaner in den 1960er Jahren ihre Sozialprogramme auflegten, ihr Mondprogramm, ihr Rüstungsprogramm, ihr Atomprogramm, der kalte Krieg, der Vietnamkrieg, all das verschlang riesige Summen an Geld. Durch diese ständigen Defizite floss immer mehr Geld, bzw. Gold ab. Amerika gab zu viel Geld aus, lebte über seine Verhältnisse und der einstige 20.000-Tonnen-Goldschatz, den Amerika 1947 vorhielt (Das war das gesamte Währungsgold der damaligen Zeit!), schmolz bis 1971 auf nur noch 8.000 Tonnen zusammen. Aus dieser Zeit stammen auch die 3.400 Tonnen Gold der Bundesbank. Das ist Gold, das die Bundesbank aus Handelsbilanzüberschüssen bei den Amerikanern mit Dollars eingelöst hat. 1971 stand dann Nixon vor der Situation, dass die Deutschen, die Franzosen und die Briten, aber auch die Japaner und die Italiener so viel Dollars angesammelt hatten, um auch noch die restlichen 8.000 Tonnen abzuholen. Die wollte er nicht herausrücken. Also kündigte er einfach die Goldumtauschpflicht. Was nichts anderes war, als eine Staatspleite, nämlich das Nichterfüllen eines Zahlungsversprechens, das schriftlich, vertraglich gegeben worden war. Amerika hat an dem Tag buchstäblich eine Staatspleite hingelegt.
Das wird uns in der Schule natürlich nicht beigebracht. Nach allen Definitionen einer Staatspleite erklärt sich die Nichtrückzahlung von Schulden durch den Staat. Nicht dadurch, dass er es inflationär ausgleicht, sondern, dass er das Zahlungsmittel verweigert. Das ist an dem Tag eingetreten. Seitdem hat der amerikanische Staat immer weiter Defizite aufgetürmt. Weil alle auf den Dollars saßen, konnten sie nicht entwerten, also aus dem System aussteigen. Durch die Dollarüberschüsse, die sie in den Jahren vorher angesammelt hatten, war sie in dem System gefangen, musste gute Mine zum bösen Spiel machen. Seitdem konnten die Amerikaner jedes Jahr wieder neue Defizite fahren und diese mit frischgedruckten Dollars bezahlen, die im Laufe der Jahre immer weniger Wert wurden.
Der erste Dollar, der 1971 zur Bezahlung des Defizits die Vereinigten Staaten verlassen hat, ist immer noch außerhalb Amerikas, weil es seitdem keine Überschüsse gab. Dieser Dollar hat heute noch eine Kaufkraft von vier Cent. Heute benötig man also 20 Dollar, um das zu kaufen, was man 1971 mit einem Dollar kaufen konnte! – Und die BRICS-Staaten sind Länder in der Welt mit den größten Handelsbilanzüberschüssen.

h) B R I C S

Man kann sich gut vorstellen, dass der, der die Handelsbilanzüberschüsse erwirtschaftet, mit Dollars bezahlt wird, die dann anschließend entwertet werden, unzufrieden wird. Die Summe, die die Bilanzüberschussländer im Laufe der Jahrzehnte durch den Wertverlust des Dollars verloren haben, lässt sich ziemlich genau schätzen. Die Amerikaner haben ein Handelsbilanzdefizit von etwa 15,2 Billionen Dollar aufgetürmt. Dieses Defizit hat sich seitdem um 6,2 Billionen Dollar entwertet. Wir haben also einen Tribut, den die Welt an die Weltleitwährungsnation Amerika geleistet hat, von sage und schreibe 6.000 Milliarden Dollar in 50 Jahren. Damit haben die Amerikaner einen Großteil Ihres Verteidigungshaushalts finanziert und noch vieles mehr.
Wir können davon ausgehen, dass diese Herren, die Präsidenten der BRICS-Staaten, diese Ausgaben der Amerikaner nicht länger finanzieren wollen. Zumal sich in diesen Ländern ein Handelsbilanzüberschuss einer Billion Dollar pro Jahr errechnet, d.h. denen fließen eine Billion Dollar jährlich zu, die anschließend mit 50 – 100 Milliarden pro Jahr entwertet werden. Je mehr sie akkumulieren, desto mehr zahlen sie jedes Jahr drauf. Das scheinen die BRICS-Chefs so nicht mehr hinnehmen zu wollen. Als erstes Ergebnis nach einer langen Diskussionsrunde entschied man sich, die Überschüsse zukünftig mit einer anderen Handelswährung ausgleichen zu lassen. Nicht die Rupie, auch nicht der Rubel, obwohl der Rubel mittlerweile praktisch eine vollgoldgedeckte Währung ist, sondern es soll mit einer Währung bezahlt werden, die mit Sicherheit seinen Wert behält und nicht inflationiert wird. Anfangs wurde eine gemischt gedeckte Währung aus Rohstoffen und Gold favorisiert, stellte sich aber bei näherer Betrachtung als nicht praktikabel heraus, weil niemand so viel Eisenerz, Kupfererz oder Aluminiumerz hinterlegen und damit eine Währung finanzieren kann. Rohstoffe lassen sich nicht so einfach verbriefen, wie das z.B. bei Gold machbar ist. Es soll eine goldgedeckte Währung werden. Würde man diese neue Währung am 22. August 2023 in Durban aus der Taufe heben? Eine simple Antwort, sie benötigen etwa ein Jahr, um die Infrastruktur aufzustellen, die für diese neue Währung gebraucht wird. Sie wird wahrscheinlich in Singapur oder an einem anderen neutralen Ort entstehen. Bis dahin wird man sicherlich Stillschweigen vereinbart haben, weil sie in der Zwischenzeit das tun, was momentan alle Zentralbanken tun, nämlich Gold kaufen. In dem Moment, wo sie verkünden, was sie vorhaben, wird der Goldpreis sofort explodieren, wahrscheinlich auf 4.000 – 5.000 Dollar und später mehr. Also müssten sie doppelt so viel zahlen, als wenn sie sich nicht äußern, bis die Infrastruktur steht.

Wir stehen vor einer radikalen Neudefinition der internationalen Handelsbeziehungen, wenn zukünftig die Überschüsse in Gold bezahlt werden müssen. Der Westen würde für eine Billion jedes Jahr 16.000 Tonnen Gold brauchen. Wir haben aber nur 23.000 Tonnen (alle westlichen Länder zusammengenommen), die nach 1½ Jahren aufgebraucht wären. Die Alternative ist, wir drucken Dollars und Euros und kaufen damit Gold auf dem Weltmarkt und bezahlen damit. Der Goldpreis würde explodieren. Oder wir reduzieren unser Defizit, oder wir kombinieren diese drei Varianten, nehmen einen Teil aus den Reserven, kaufen dazu und reduzieren das Defizit. Am Ende ist in einem Goldstandard ein Defizit nicht möglich, weil ein Defizit erfordert, dass jemand Gold hat und wenn es ihm ausgeht, ist es vorbei mit dem Defizit. Das bedeutet, dass der Westen mit seinen Leistungsbilanz- und Handelsbilanz-Defiziten und Strukturen so nicht mehr weiterarbeiten kann, weil wir auf deren Energie, Rohstoffe, Fertigprodukte, Halbfertigprodukte, Microchips, Maschinen, Autos, au deren gesamte Produktpalette, angewiesen sind. Unser Laden bricht zusammen! Wir werden uns disziplinieren müssen. Wenn wir aber als Westen keine Handels- und Leistungsbilanzdefizite mehr führen können, sind auch keine Staatsdefizite mehr möglich, weil die Handelsbilanzdefizite der Weg war, Staatsdefizite zu finanzieren, ohne dass es sofort zu massiver Inflation im Westen geführt hat. Die Kosten unserer falschen Geldpolitik wurden auf diese Länder abgewälzt und die schieben dem jetzt einen Riegel vor. Nur weil der Startschuss am 22. 8. Nicht erfolgt ist, sondern noch etwas Vorbereitungszeit nötig ist, müssen wir uns nicht der Illusion hingeben, dass das nicht passiert. Es wird passieren und es wird gut für uns sein, weil es den Westen zwingt, die Gelddebatte neu zu führen. Wir werden zum Goldstandard in den internationalen Handelsbeziehungen zurückkehren, ob der Westen das will oder nicht.
Wenn man sich die Frage der Machtverhältnisse stellt, ob die Amerikaner dann einen Krieg beginnen, kann ich nur sagen, dass das nicht passieren wird. Die Amerikaner haben in der Vergangenheit gegen Saddam Hussein und Gaddafi genau deswegen Krieg geführt. Saddam Hussein wollte aus dem Petrodollar System aussteigen, Gaddafi wollte einen Golddinar in Nordafrika einführen. Das beides nicht geschah, war einer militärischen Intervention der Amerikaner geschuldet. – Natürlich unter anderer Begründung! Wenn die Amerikaner diese Bemühungen der BRICS-Staaten militärisch begegnen, würden sie den Konflikt verlieren. Die BRICS sind 40% der Weltbevölkerung, 40% des Weltbruttosozialprodukts. Wenn man die Beitrittskandidaten, die jetzt noch nicht beigetreten sind und die, die bereits beigetreten sind, auf einer Karte rot einfärbt, dann sehen wir, dass das die ganze Welt ist, außer Westeuropa und Nordamerika. Sonst ist da alles vertreten (okay, Australien ist auch nicht dabei). Da Australien aus 98% Wüste besteht, kann man Australien außen vorlassen. Australien ist ökonomisch gesehen ein Kleinstaat, wenn auch mit kontinentaler Ausdehnung. Dies führt zu einer Isolierung der westlichen Welt gegenüber den BRICS-Staaten, die die bei Weitem stärkeren Bataillone durch Bevölkerung, Wirtschaftskraft und sogar militärisch haben. Dieses wäre eine militärische Überdehnung, selbst für die Vereinigten Staaten, die ja jetzt schon durch zwei simultane Konflikte im mittleren Osten und in Osteuropa an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit geführt sind. Geschweige denn, es jetzt aufzunehmen mit Russland, China, Indien, Brasilien und Südafrika und den Rest Afrikas, Südostasiens und Südamerikas, da sollte man „Viel Spaß!“ wünschen. Das wird nicht passieren und dessen sind sich auch die Amerikaner bewusst, das wissen auch die BRICS-Staaten, also werden sich ökonomische Grundsätze durchsetzen und nicht politische, geopolitische oder militärische.
Das bedeutet: Wir werden interessanten Zeiten entgegenstreben. Unser FIAT-Geldsystem ist damit sowieso am Ende.
Ganz nebenbei: Es wird den Goldpreis verdoppeln, wahrscheinlich eher verfünffachen!

Geldredner: Lass das sinkende Schiff nicht zu Deinem Schicksal werden, sondern ergreife selbst die Initiative! Es ist jetzt Zeit in das Rettungsboot einzusteigen!!

Mit goldenen Grüßen
Michael H. Bretschneider Lüneburg, 26. Oktober 2023

P.S. Reden ist Silber, schweigen ist Gold. – Lass uns über Silber reden!

 

 

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