bretversFinanz Basiswissen-Weltwirtschaft

20231011 – Dieses erweiterte Basiswissen entstand zunächst nach einem langen Gespräch mit Herrn Dr. Markus Krall, dessen Buch „Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen“ auf unserer Empfehlungsliste zur Wissenserweiterung ganz oben steht. Grundsätzlich gibt diese Ausarbeitung meine eigene persönliche Meinung wieder. Es handelt sich nicht um eine individuelle Anlageberatung.

Gliederung:
• Status Quo
• Kollateralschäden
• Marktüberblick
• Anleihen
• Banken
• Echtes Geld
• Systemwechsel
• BRICS-Staaten
• Lösungen

Unser Ziel soll sein, Wissen möglichst nicht durch „Mainstream-Quälereien“ manipulieren zulassen, sondern „Sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.“

Wieso ist das Finanzsystem am Ende?

Das sagen die Medien:
• J.P. Morgan-CEO schlägt Alarm – Dunkler Winter für Banken
• Die gefährliche Stagflation und ihre hilflosen Bekämpfer
• Historischer Preisverfall bei deutschen Immobilien
• Gastro, Handel und Bau droht eine Pleitewelle
Immer wieder wird Dr. Krall gefragt, wo die Krise bleibt, die er für Anfang der 20er Jahre angekündigt hat. Seine Antwort: „Schaut aus dem Fenster, sie ist längst angekommen und zwar im vollen Umfang.“ Diese Krise betrifft alle unsere Lebensbereiche und alle unsere Wirtschaftsbereiche. Eine hochexplosive Mischung ist entstanden, eine Bankenkrise, die sich aus zwei Quellen speist
a) Aus der Zombiefizierung der Kreditportfolios durch die Nullzinspolitik, die wir 20 Jahre betrieben haben. Zwanzig Jahre Null- und Negativzins haben eine enorme Verschlechterung der Kreditqualität in den Kreditportfolios der Banken geführt, die sich jetzt so stark aufgestaut hat und durch die Nullzinssubventionen verschoben wurde, dass sich ein Risiko von 2 – 4 Billionen Euro (2 Bill. In Europa und 2 Bill. In Amerika) an Verlustrisiken der Banken allein aus dieser Quelle aufgetürmt hat. Was schon mehr als das Eigenkapital der Banken in Europa und USA zusammengenommen erreicht. Die zweite große Risikoquelle sind die
b) Anleihen. Wir haben 240 Billionen Euro Schulden auf der Welt, davon 150 Bill. Anleihen. Diese Anleihen haben in den letzten 1 ½ Jahren seit Beginn der Zinswende ca. 25 Billionen Euro an Wert durch Kursverluste verloren. Zinsen steigen und Anleihen verlieren an Wert. Wenn ich eine Anleihe zu 0,5 % und eine zu 5 % angeboten bekomme, werde ich eher die 5 %-ige kaufen. Die 0,5 %-ige muss einen erheblichen Preisabschlag hinnehmen, um für die entgangenen Zinsen zu entschädigen. So kommen die Verluste zustande: Wenn die Zinsen steigen, fallen die Kurse von Anleihen je niedriger der Zins selbst ist und je länger die Laufzeit ist. Also, 25 Billionen Dollar Verluste, davon etwa ein Viertel bei den Banken. Allein in den letzten 14 Tagen entstanden 1 ½ – 2 Bill. $ Verluste an den globalen Anleihemärkten. Diese Entwicklung schreitet weiter voran, da die Zinswende längst nicht erreicht ist. Im Moment drehen die Zentralbanken den Zins noch weiter in die Höhe, weil keine Kalibrierung vorhanden ist. Sie wissen nicht, wann das Ende in Sicht ist. Sie haben in zwanzig Jahren der Zinssenkung keine Erfahrung, wie man mit dieser Situation umgeht, gesammelt. Jetzt wissen sie nicht mehr, welchen Kurs sie ansteuern sollen. Darin waren sie zwanzig Jahre schlecht, nur jetzt sind sie grottenschlecht. Diese riesige Anleihen-Blase ist die größte Asset-Blase in der Geschichte der Menschheit, mit Folgen für alle anderen Assets. Die Immobilien in Deutschland sind um 10 – 15 % gefallen. Wenn man sich die Realität anschaut, sieht es noch weit schlimmer aus. Weil die
c) Immobilienpreise bereits um 40 % gefallen sind, jedenfalls wenn man sich die tatsächlichen Transaktionen ansieht und nicht die Preise, die von den Verkäufern aufgerufen werden. Das obwohl ein um 90 % verringertes Volumen besteht, weil die Verkäufer nicht zu diesen Preisen verkaufen wollen und die Käufer den weiteren Preisverfall abwarten. Die beiden Haupttreiber dieser platzenden Immobilienblase sind, die immer noch weiter steigenden Zinsen und die Irrsinnsprojekte, wie Robert Habecks Heizungsgesetz. Allein dieses Heizungsgesetz hat Kosten auf die Immobilieneigentümer überwälzt, die das Eigenkapital aller Immobilienbesitzer in Deutschland übersteigt. Eine wissenschaftlich fundierte Rechtfertigung gibt es für diese vollkommen blödsinnige Politik nicht. Wir sehen einer Vollenteignung entgegen. Das bedeutet, dass diese Assetklasse in Kombination mit der Zinserhöhung von dieser Regierung ruiniert wird. Eine frühestmögliche Erholung ist erst nach den Neuwahlen in zwei Jahren in Sicht. Nur eine neue Regierung, die das Gesetz kippt, kann die Besitzer aus dieser Trance befreien. Schauen wir uns das Thema
d) Aktien-Märkte an. Hier sehen wir genau die gleiche Entwicklung. Aktien sind zinssensitiv, sie befinden sich nahe ihres „All-Time-High“, was überhaupt nicht zu rechtfertigen ist.
Meine Empfehlung an dieser Stelle, Vorsicht bei Aktien insgesamt! Wenn Aktien, dann nur aus resilienten Branchen. Branchen, die sehr, sehr krisenresistent sind. Das sind:
• Lebensmittel, weil die Menschen immer essen müssen,
• Pharmazeutika, weil die Menschen auch immer krank werden, allerdings würde ich von Impfpharmazeutika innerhalb meines Portfolios Abstand nehmen, weil erhebliche Haftungsrisiken darin liegen.
Die Struktur meines eigenen Portfolios und meine persönliche Anlagephilosophie will ich hier gerne umschreiben. Sie sieht zurzeit folgende Einzelpositionen vor:
• Energie, und zwar fossile Energie. Jede Art von Energie, die die Grünen nicht mögen. Denn da wird unterinvestiert – und wo unterinvestiert wird, steigen die Renditen! Also: Öl, Kohle, Braunkohle, Gas, Uran, Kraftwerke.
• Entertainment, weil die Zeiten schlecht sind und schlecht bleiben. Die Menschen wollen in unruhigen Zeiten abgelenkt sein.
• Verteidigungsindustrie, die ich schon vor fünf Jahren empfohlen habe, obwohl höchst kritisch und kontrovers. In Zeiten von Krisen und Spannungen werden die Ausgaben, wie immer in der Weltgeschichte, steigen.
• Goldminenaktien, weil sie eine Option auf Gold sind, der Kurs aus unterschiedlichen Beweggründen künstlich heruntergeprügelt wird, aber kurzfristig nach oben durchstartet und einen steilen Anstieg erfahren wird, wovon ich stark überzeugt bin.

Wir befinden uns im Moment noch in einer Atempause.
Einige Leute wollten das Gold unbedingt schlecht reden, ganz besonders natürlich die Zentralbanken, die die Hoffnung haben, wenn sie das Gold unter Kontrolle halten, werden die Menschen es nicht mehr als Inflationsindikator ansehen – das ist ein Trugschluss. Goldminen werden durchstarten, weil sie eine Hebelwirkung gegenüber dem Gold bieten.
Das sind die wesentlichen Elemente auf der Asset-Seite. Wir müssen zusehen, dass die Krise, die die Banken aus den Zombiekrediten und den Anleihen jetzt trifft, das Eigenkapital der Banken bei weitem übertrifft. Eine neue Bankenrettung steht bevor. Diese neue Bankenrettung wird dann wieder zu einer Zinswende und zur nächsten Inflationswelle führen. Wir sehen dort eine wellenförmige Entwicklung. Zurzeit steuern wir auf eine depressive Bankenkrise zu, die von den Zentralbanken gelöst werden muss. Sie werden mit allem zurückrudern, was sie haben, um sich aus dieser Krise freizustrampeln und dann geht es wieder in die nächste Inflationsrunde, die größer und heftiger sein wird als die letzte. Sie wird dem Goldpreis wieder einen neuen Schub geben und alle anderen Assets ins Trudeln bringen, weil der steigende Inflationsdruck nicht schon bei 10 %, sondern bei 20 oder 30 % liegen wird. Dieses führt nachweislich dazu, dass die Zentralbanken wieder von der anderen Seite unter Druck geraten. Dieser Ping-Pong-Ball wird immer schneller hin und her fliegen!

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