Basiswissen-Weltwirtschaft – Ist Deine Altersvorsorge sicher?

Diese Frage beantworteten 63 % der Befragten mit nein. Erstaunlich, dass der Rest immer noch Restvertrauen in den Staat haben. Betrachten wir die Kollateralschäden dieser Wirtschafts- und Finanzpolitik.

1. Inflation, weil Notenbanken immer mehr Geld gedruckt haben.
2. Rezession. Durch Zinsanhebung wird die Wirtschaft abgewürgt. Zombie-Unternehmen hängen am Nabel der günstigen Geldpolitik.
3. Stagflation, weil sich die Wirtschaft in einer erhöhten Inflation befindet und das Wachstum der Wirtschaft rückläufig ist (stagnierende Wirtschaft).
Selbst die Bundesbank spricht mittlerweile von einer Rezession von 0,5 % im Juni 2023. Monatelang hat die Bundesregierung und mit ihr die Medien das Gegenteil behauptet. Anfang des Jahres 2023 behaupteten Olaf Scholz und Robert Habeck, dass wir keine Rezession in unserem Land befürchten müssen. >> Man lügt uns ins Gesicht! << Auf Prognosen der Regierung ist kein Verlass. Wir werden noch eine zweite und dritte Inflationswelle sehen, wenn wir das Szenario aus den 70er Jahren heranziehen. Mit dem Unterschied, dass die Staaten nicht so sehr verschuldet waren wie heute. In den letzten 60 Jahren wurde so viel Geld gedruckt, als gebe es kein Morgen, dadurch stieg die Inflation und in Folge die Lebenshaltungskosten. Im Bereich Nahrungsmittel und Energie verzeichnen wir knapp 9 % Anstieg. Prognosen der EZB beziehen sich auf ihre eigenen veränderbaren Warenkorbs- und Verbraucherpreis-Indexberechnungen. Den Endverbraucher erreicht eine gefühlte Inflation von 15 %, die er in seinem Geldbeutel spürt. Die EZB-Prognosen stellen sich meist als falsch heraus. Wie weit sich die Politik vom Volk entfernt hat, wurde in einem Interview mit Olaf Scholz deutlich. Auf die simple Frage, ob er denn den momentanen Benzinpreis einordnen könne, antwortete er: „Ich fahre und tanke nicht selbst. Das Fahrzeug ist zu schwer, als dass ich es selbst fahren könne. Außerdem ist mein Einkommen so hoch, dass ich nicht, wie die meisten Bürger, auf die Preise achten muss.“ Politischer Hochmut, Ignoranz und kein Bezug zum Volk haben sich hier vereint.

Schlagzeilen in den Qualitätsmedien bestätigen eine beängstigende Stagflation:
• Spiegel-Artikel: Christine Lagarde produziert Horror-Stagflation
• Inflation kommt in Wellen
• Wirtschaftsleistung sinkt (Rezession) in der gesamten EU
• Rücklagen sinken – Unternehmen gehen pleite
• Entwicklungsaussichten für Unternehmen werden immer kleiner
Vor allem durch den größten Terroranschlag der deutschen Nachkriegsgeschichte, auf die Gaspipeline Nordstream II, der ohne Aufklärungsbestreben der Bundesregierung hingenommen wird, zwingt Unternehmen und Bürger in eine untragbare Situation. Allein an diesem Zustand erkennt man, wie sehr den Politikern der Wohlstand seiner Bürger und eine Stabilität des Mittelstandes am Herzen liegt.
Überlieferte Mechanismen der Geldpolitik greifen nicht mehr. Früher konnte man mit Zinserhöhungen entgegenwirken. Mittlerweile haben wir eine Höhe der Verschuldung erreicht, dass das auf Knopfdruck nicht mehr möglich ist. Mit einem ähnlichen Szenario hatten wir in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts zu tun. Die Gewinner damals waren Rohstoffe, Edelmetalle, Agrarprodukte, die Verlierer neun von zehn Immobilien und Aktien.

Wieder zum Aktienmarkt. Nach der tour de Raison vom Anfang, jetzt ein Deep-Dive. Wie kommen wir zu der momentanen Aktienbewertung? Für den Aktienmarkt gelten relativ simple Regeln. Die Bewertung von Aktien, die künftige abgezinste Dividendenströme wiedergibt, und zwar zu dem Kurs, der einerseits künftige Dividendenströme einigermaßen realistisch wiedergibt (also, wie viel Gewinne werden erwirtschaftet, wie viel davon kann ausgeschüttet werden), was hat der Anleger tatsächlich an freiem Cashflow zu erwarten? Und zweitens, mit welchem Zinssatz wird er abgezinst? Hier haben wir zwei Beobachtungen in den letzten 20 Jahren machen können.

1. Ein ständig, sich bestätigender Optimismus bei der Frage künftiger Gewinne, weil bestimmte Mechanismen zu einer Gewinnerhöhung und Gewinnexplosion bei vielen Unternehmen geführt haben. Was aber dazu geführt hat, dass der Anteil der Gewinne am Bruttosozialprodukt angestiegen ist, was nicht von Dauer sein muss und in der Geschichte auch nie funktioniert hat. Und …
2. Ein Abzinsen mit extrem niedrigen Zinsen. Um zu verstehen, wie die Zinsen auf die Aktienkurse wirken, muss man sich darüber im Klaren sein, dass es sich um eine Exponentialfunktion handelt. – Nehmen wir einen Cashflow von 10,00 Euro im Jahr über viele Jahre und den mit 10% abzinst, kann man diese 10,-€ durch 10% dividieren und erhält den Barwert dieses Cashflows (10/10*100=100), d.h. die Aktie ist dann 100,-€ wert. Bei 5% Abzinsungssatz sind wir schon bei 200,-€, bei 2,5% ergibt sich 400,-€. Der Abzinsungswert wird umso stärker hochgehebelt, je mehr sich der Zins der Nulllinie nähert. Durch einen extremen Risikoappetit in den Märkten, der durch den Nullzins gefördert wurde, haben wir theoretisch eine Hebelwirkung für künftige Cashflows in utopischen Dimensionen. Jetzt wissen wir aber, dass eine Annahme, die wir in den letzten 15 – 20 Jahren getroffen haben, falsch war. Es wird nie wieder einen Weg zurück in die Niedrigzinsphase geben, weil die Zentralbanken damit eine Katastrophe auslösen würden! Die Annahme hat was Richtiges und was Falsches. Richtig: die Zentralbanken haben enorme Angst vor jeder Zinserhöhung. Die zweite Annahme war, dass die Zentralbanken niemals unter Druck geraten, die Inflation nicht in der Asset-Inflation einsperren zu können. Also nicht den Weg zur Konsumgüter-Inflation findet. Sonst müsste man sich als Zentralbank dem Szenario stellen, dass sie sich in der Asset-Inflation, Immobilienblase und Aktienkurs-Inflation austobt. Solange das so sei, hätte an den Aktien-Bewertungen so festhalten können. Heute weiß man, dass keine dieser Annahmen stimmt. Der Markt wird über kurz oder lang realisieren, dass es zu einer Korrektur kommen muss. Es sei denn, der Markt antizipiert, dass die Bankenkrise, die da kommt, die Zentralbanken wieder zwingt Zinsen zu senken, aber bis dahin können noch ein paar Monate vergehen. Deshalb sehen wir im Moment eine massive Erhöhung der Aktienkurse. Wenn es zu einer Bankenkrise kommt und wenn die anderen Krisenerscheinungen (geopolitische Krise, Kriege, Versorgungsengpässe mit Energie, Rohstoffen, Zulieferprodukten aus Asien, sowie Halbfertigprodukten). Wenn all diese Krisen weiterhin wirksam sind, werden wir feststellen, dass die Aktienmärkte ganz, ganz massiv überbewertet sind. Es wird zu einer Korrektur kommen. Die Kernfrage wird dann sein, fällt sie um 20% aus, oder fällt sie um 50% aus? Eine Korrektur in einer sich anstauenden Krise ist ganz normal und wir werden sie erleben.

e) Immobilien
Ein ähnliches Bild wie bei den Aktien zeichnet sich hier. Immobilien waren der Fluchtmechanismus vor dem schlechten Geld, denn allen war natürlich klar, dass wir nicht in zwanzig Jahren die Zentralbank-Geldmenge verzehnfachen können und weiterhin die Giralgeldmenge verdreifachen, ohne dass das zu Überbewertungen der Immobilien führt, weil sich jeder gefragt hat, wann die Inflation kommt. Was ist der beste Schutz vor Inflation? Reale Assets, so ist es schon immer gewesen. Welche realen Assets stehen zur Verfügung? Immobilien und Gold stellen im Wesentlichen die Hauptgruppen dar. Aktien sind nur indirekte reale Assets, da sie am Ende vom Cashflow leben, sind es keine realen Assets. Insbesondere weil natürlich der Goodwill und immer der immaterielle Wert einer Aktie eine große Rolle spielen, die durch die krisenhaften Erscheinungen unter Beschuss geraten. Was passiert am Immobilienmarkt? Wir sehen zwei Mechanismen: einmal die Inflation und vor allem die Zinserhöhungen. Was bedeutet das, wenn wir uns als Investor vor Augen halten? Da gelten plötzlich ganz andere Zahlen für den Cashflow und die Inflation, wenn man die Finanzierung eines Hauses mit einem Preis versieht. Wenn ich einen Zins von 1% zahlen muss, weil ich beispielsweise eine Immobilie für 1 Mio. Euro gekauft und voll finanziert habe, sind 10.000,- Euro im Jahr fällig, das sind ca. 1.000,-€ monatlich. Für diesen Betrag konnten wir bis vor kurzem 1 Mio. Euro Kredit, ohne Tilgung, finanzieren. Jetzt erleben wir 4%, d.h. 40.000,-€ im Jahr, ca. 3.500,-€ monatlich. Eine Vervierfachung der Finanzierungskosten, die entweder mit einer gestreckten Tilgung kompensiert, was das gesamte Risikoprofil der Immobilie verändert, oder es wird auf das Kompensieren verzichtet. Dadurch kommt es zu einer Inflation bei der Hausfinanzierung nicht um 3%, sondern bei einer Vervierfachung, um 300%. Der Hauptausgabenposten von Immobilienbesitzern ist eine Vervierfachung des abfließenden Cashflows für die Finanzierungskosten. Es folgt eine Neubewertung der Vermietungsimmobilien. Wenn sich die Finanzierung tragen soll, dürfen die Mieteinnahmen nicht in ein Missverhältnis zu den Finanzierungskosten geraten. Die Preise würden fallen!

Faustregel: 1% Zinserhöhung führte in der Vergangenheit zu 10% Wertverlust der Immobilien. Momentan liegen wir bei 3%, das bedeutet allein aus der Zinserhöhung sehen wir einen Verlust von gut und gerne 30%.
Dazu kommt der Heizungshammer von Habeck. Anfangs hieß es, die Kosten wären überschaubar. Mittlerweile gibt sogar Herr Habeck zu, dass die Kosten für ein durchschnittliches Haus, in Deutschland 200.000,-€ kostet. Das durchschnittliche Haus in Deutschland stellt, trotz der Immobilienblase, einen Wert von 500 – 600.000,-€ in den Vorstädten, den Trabantenstädten, auf dem Land, dar. Häuser stehen ja nicht alle in Bargenhausen und Schwabing, wo 10.000,-€ pro m² bezahlt werden. Die allermeisten Häuser liegen bei 400 – 600.000,- Euro. Wenn man diesem Immobilienbesitzer 200.000 – 250.000,-€ Kosten aufbürdet bedeutet das, 40% der Immobilie sind durch das Heizungsgesetz enteignet. Und damit haben wir nochmal eine Entwertung von 40%, also 30% durch die Zinssenkung und nochmal 40% durch das Heizungsgesetz von Herrn Habeck, das außerdem noch dazu führt, dass die Banken bei jedem Immobilieneigentümer die Kreditwürdigkeit feststellen, bevor sie den Kredit für die Wärmepumpenenergie vergeben und der Eigentümer mit dem Rausriss sämtlicher Böden, Estrich, Bodenbeläge und dem Einbau der Fußbodenheizung beginnen kann. Die Kreditwürdigkeit für 200.000,- Euro ist, wegen des jetzt fehlenden Eigenkapitals, nicht mehr gegeben. Und sein Einkommen, wenn es sein Vermietungseinkommen ist, selbst als Haushaltseinkommen, reicht nicht aus um Zins und Tilgung, der ihm dann über den Kopf gewachsenen Finanzierungskosten, zu decken. Das bedeutet: „Der Immobilienmarkt erleidet einen Totoschaden, nicht weniger als das.“
Die Aktien wurden durch die Geldpolitik ruiniert, die Folgen der Inflation und Stagflation. Die Immobilien haben wir ebenfalls durch die Folgen der Geldpolitik und durch eine anmaßende Gesetzgebung zu Lasten der Immobilienbesitzer im Land ruiniert.

f) Anleihen

Die Anleihen sind die größte Asset-Klasse auf unserem Planeten, mit einem Volumen von 150.000 Milliarden Euro. Die globale Gesamtverschuldung beträgt etwa 235 Billionen, das weltweite Bruttosozialprodukt liegt bei ca. 95 Bill. Euro. Wir haben also 250% des Weltbruttosozialprodukts an Schulden aufgetürmt. Das ist nachhaltig nicht durchzuhalten, nicht finanzierbar, jedenfalls nicht zu normalen Zinsen. Wenn die Zinsen weltweit auf ein normales Niveau ansteigen würden, aus dem sich ein positives Ergebnis entwickelt, müssten bei einer Inflation von 5%, ganz vorsichtig betrachtet, 6% angenommen werden. Wenn wir 250% Verschuldung am Bruttosozialprodukt haben, heißt das, 2,5 mal 6, also 15% des weltweiten Bruttosozialprodukts, nur für den Zinsdienst. Diese Zinsen sind bei normalen Kursen von ihrer Bonität her ruiniert, was den Leuten in den Anleihemärkten auch klar ist. Das ist der Grund, weshalb die Spreads jetzt auseinandergehen. Die Risikoprämie für das Kreditrisiko einer Anleihe, nicht der Zins, sondern die zusätzliche Prämie für das Kreditrisiko, die wir 20 Jahre erfolgreich durch die Geldpolitik, mit der Begründung, unterdrückt haben, dass sonst Transfermechanismen in den südeuropäischen Ländern nicht funktionieren. Diese Risikobewertung der Märkte haben wir 20 Jahre durch, auch wieder falsche Geldpolitik, unterdrückt. Wir haben die Kontrolle verloren und sehen deshalb heute einen davonlaufenden italienischen Staatsanleihezins. Selbst ohne weitere Zinserhöhungen der EZB laufen die Zinsen von italienischen, französischen, spanischen, portugiesischen, belgischen, griechischen und zypriotischen Staatsanleihen davon. Das wiederum bedeutet, dass diese Länder, insbesondere Italien vorneweg, mit der höchsten und Frankreich mit der zweithöchsten Verschuldung, innerhalb kürzester Zeit 10% ihres Bruttosozialprodukts für den Zinsdienst aufwenden müssen. Ich rede nur von Zinsen, nicht von Tilgung! Wir können davon ausgehen, wenn Italien 10% seines Bruttosozialprodukts für Zinsdienste aufwenden soll und davon allein 2% für die Bedienung von Target-II-Salden nach Deutschland fließen sollen, wird man sich in Italien erinnern, dass das nicht die Wette war, die man abgeschlossen hat, als man dem Euro beitrat. Schon damals war man der Meinung, die Deutschen würden die Zeche zahlen. Das könnt Ihr vergessen, meine lieben Freunde in Frankfurt und Brüssel. – Italien wird aussteigen! Die Anleihen-Blase, die es gerade zerreißt und die Kreditrisiko-Blase, durch das komplette Unterdrücken der Kreditrisiko-Prämie, führen zum Ruin der globalen Anleihemärkte, sowohl für Staatsanleihen als auch Bankenanleihen und Unternehmensanleihen. Die Rückkopplung und Readjustierung all dieser Margen, Zinsen, Prämien und Risikoprämien des gesamten Marktes werden die Anleihemärkte zerreißen. Die Verluste werden sich in wenigen Monaten, wenn es nicht zu einer dramatischen Zinswende kommt, von jetzt 25 auf eher 50 Billionen Euro verdoppeln. Eine Zinswende wird es erst mit fortschreitender Bankenkrise kommen, die kommen, die wird möglicherweise noch ein paar Wochen oder Monate auf sich warten lassen. Gespannt muss man sein, wenn die Verluste auf 50 Billionen. Ansteigen, verzeichnen die Banken Defizite in Höhe von ca. 10 Billionen in ihren Bilanzen, bei einem Eigenkapital von nur 3,5 Billionen Euro aller Banken in Amerika und Westeuropa zusammen-genommen. Das heißt, das System ist komplett überschuldet. Dieser Kurs der Inflationsbekämpfung ist nicht durchzuhalten. Die Anleihen-Asset-Klasse wird mit Kratzspuren aus den nächsten Monaten hervorgehen, über die sich die wenigsten im Klaren sind. Schauen wir uns an was die

g) Banken

machen, die von dieser Anleihen Blase in vollem Umfang betroffen sind. Die Banken, der EU, USA und Kanada zusammengenommen, besitzen 3,5 Billionen Euro Eigenkapital. 5 Billionen Euro Kursverluste aus Anleihen waren vor zwei Wochen bereits verbucht, mittlerweile sollten es 6 Billionen sein! In Relation zur deutschen Wirtschaftsleistung, die zurzeit bei 3,87 Billionen Euro liegt. Die Schäden am Bankensystem übersteigen das deutsche Bruttoinlandprodukt. Die 5 Billionen sind ja nicht alles. Das Thema Zombie-Unternehmen, nur zur Rekapitulation (😊 die bevorstehende Kapitulation unseres Bankensystems und unserer Zentralbanken!), was heißt Zombiefizierung? Zombiefizierung bedeutet: In einer normalen freien Marktwirtschaft besteht eine Ausfallrate von Unternehmen in jedem Jahr. Unternehmen gehen pleite, das ist ein ganz normaler Prozess der Marktwirtschaft. Sie gehen pleite, weil sie zu teuer produzieren, oder weil sie Dinge produzieren, die die Leute nicht kaufen wollen, oder nicht zu einem bestimmten Preis kaufen wollen. Unternehmen scheiden am Markt aus, das ist ein ganz normaler Vorgang. In einer normal aufgestellten Wirtschaft sind es 1,5 – 2% pro Jahr. Ein Blick in die Geschichte zeigt uns, von hundert Firmen, die vor 100 Jahren tätig waren, sind wahrscheinlich nicht mehr als 5% auch heute noch tätig. 95% aller Unternehmen von damals haben die letzten hundert Jahre nicht überstanden, neue Firmen gegründet worden, haben sich gebildet, sind gewachsen. Wahrscheinlich sind es mehr als 95%. Jedenfalls fallen jährlich 1,5 – 2% aus, als ganz normaler Prozess der Erneuerung in der Marktwirtschaft, der auch notwendig ist. Diese schlechten Unternehmen müssen ausfallen und den Markt verlassen, damit Kapital, Humankapital, Talent, menschliche Ressourcen freigesetzt werden, die sich neue Herausforderungen in Unternehmen suchen, die besser aufgestellt sind. Die Tatsache, des zwanzig- jährigen Nullzinses, bedeutete eine ständige Subventionierung aller schlechten Unternehmen. Zinsen, die sie nicht bezahlen mussten, sind wie Subventionen, die nicht zurückzuzahlen waren. Diese Gelder hielten die Unternehmen am Leben. Das Ergebnis war, dass die Zahl der Pleiten von 1,5 – 2% bis zum Ende der Covid-Krise auf 0,1% gefallen war. Also um 90% und das über 20 Jahre, jedes Jahr 1 – 1½ %, teilweise sogar 2% der Pleitekandidaten aufgespart, damit sie alle gemeinsam ihr Ende einleiten, sobald die Zinsen wieder steigen. Dieser Zeitpunkt ist jetzt erreicht. Deshalb befinden wir uns in dieser stark ansteigenden Pleitewelle von Traditionsunternehmen, die wir alle gut kennen. Dieses Szenario hinterlässt gewaltige Kratzspuren in den Bankbilanzen. Wir sehen 20% aller Unternehmen, die Zombies, die 20% aller Kredite von den Banken bekamen, weil die Risikomesssysteme nicht wirklich in der Lage sind, diese Firmen zu identifizieren. Dr. Markus Krall, der ca. 80% dieser Systeme mit seinem Team in den meisten Banken gebaut hat, bestätigt, dass diese Systeme nicht in der Lage sind, diese Risikodiskriminanz bei Zombie-Unternehmen erfolgreich einzusetzen. Diese Ratingverfahren, die in den 90er Jahren und in den folgenden Nuller-Jahren entwickelt wurden, basieren darauf, dass Zinsen existieren. Die meisten Kennzahlen, die dort einfließen, haben irgendeinen Bezug zu Zinsen. Die niedrigen Ausfallraten der letzten 20 Jahre haben die Banken noch dazu verleitet, die Durchschnitts-Ausfallraten in ihren Risikomesssystemen nachzukalibrieren und anzunehmen, dass das von Dauer sei. Sie werden jetzt zu ihrem Schaden feststellen, das es nicht von Dauer ist, und von den gut 20 Billionen Krediten, die es im Euroraum gibt, dürften etwa 20%, also 4 Billionen Euro entweder an Zombie-Unternehmen oder an Mitarbeiter von Zombie-Unternehmen ausgezahlt worden sein. Mit dem Resultat, dass wir eine dem Anleiheproblem vergleichbare Risikogrößenordnung in den Bankbilanzen finden und die Banken keine Risikonahmekapazitäten mehr vorhalten. Sie können damit ihrer volkswirtschaftlichen Intermediation und -Auftrag nicht mehr gerecht werden. Sie sind auch nicht mehr in der Lage Kredite zu vergeben, es sei denn, sie werden rekapitalisiert. Die Rekapitalisierung wird auf beiden Seiten des Atlantiks ca. acht Billionen Euro kosten (Zombies plus Anleiheausfälle bei weiter steigenden Zinsen, könnten auch noch höher werden), also 4 Billionen in Europa und 4 Billionen in den USA. Diese 8 Billionen werden die Zentralbank-Geldmenge in Europa und Amerika nochmal verdoppeln und dadurch der Inflation zu einem ganz neuen Aufgalopp verhelfen. Diese massive Verschuldenssituation, die sich da herauskristallisiert bedeutet, dass die Banken überhaupt nur gerettet werden können, wenn frisches Geld gedruckt wird. Das ist die, lange vorhergesagte, Zombiekrise, die Dr. Krall bereits in seinem Buch „Der Draghi-Crash“ im Jahr 2016 für Anfang der 20er Jahre prognostiziert hat. Krall gibt zu, dass seine Vorhersage erst ein Jahr später eingetreten ist. Jetzt ist die Krise da! Wie äußert sich das?

US-Kunden ziehen Gelder ab, sie trauen ihren Banken nicht mehr. Das Ergebnis ist, dass die Banken Anleihen verkaufen müssen, die niedriger bewertet sind als der Einkaufspreis, deshalb verlieren sie viel Geld. In Summe ca. 5 Billionen, die noch nicht bilanziert wurden. Obwohl es sich bei dieser Vorgehensweise eigentlich um Bilanzbetrug handelt, erteilt die Finanzaufsicht einen Freibrief, die Papiere müssen nicht abgeschrieben werden, wenn die Anleihen bis zur Fälligkeit gehalten werden. Das Ergebnis ist, dass die Kunden dem Braten misstrauen. Sie wissen, dass die Banken überschuldet sind, ziehen ihr Geld ab und zwingen die Banken auf diesem Wege ihre Anleihen zu verkaufen und die Verluste zu realisieren, was den Prozess der Erosion beschleunigt. So ist z.B. die Silicon Valley Bank eingegangen. Im Anleihemarkt hatte die Silicon Valley Bank 18 Mrd. US-Dollar verloren, dem gegenüber standen nur 15 Milliarden Eigenkapital. Obwohl sie nur mit 3 Mrd. negativen Eigenkapital ausgestattet war, wurden die 18 Mrd. nicht abgeschrieben. Erst als die Kunden ihre Gelder abzogen, wurde sie zum Verkauf gezwungen. Lehrsatz: Der Verlust 1/1000 des gesamten Anleihemarktes hat ausgereicht, Amerikas 8.größte Bank zu töten. Das ist die Größenordnung, über die wir hier sprechen. Insgesamt handelt es sich um eine Größenordnung der Verluste, die die Kraft besitzt, das gesamte Bankensystem bei weitem zu übersteigen. Crédit Suisse war ein ähnlicher Fall, First Republic ebenso. Jamie Dimon äußert sich zu diesem Thema: „Die Banken wurden nicht auf das Szenario der schnellen Zinsänderung hin stressgetestet.“ Er ist immerhin der Chef der größten Bank der Welt! „Ein kluger Mann, exzellenter Banker, auf den ich nichts kommen lasse“, kommentiert Dr. Markus Krall. Das einzige Szenario, das den Zentralbanken und der Bankenaufsicht bewusst war, dass es eintreten wird, weil sie es selbst inszeniert haben. Auf das Szenario, von dem sie sicher wussten, dass es eintreten würde, haben sie die Banken nicht stressgetestet. Sie haben diese Fragen nicht gestellt, weil sie Angst vor der Antwort hatten. Da gibt es nur einige wenige Banken, die das vorher antizipiert haben. Wahrscheinlich gehört JPMorgan dazu, weil es eine gut geführte Bank ist. Unendlich viele Banken werden jetzt nackt, ohne Eigenkapital dastehen. Hier passt der Satz von Warren Buffet: „Erst bei Ebbe sieht man, wer nackt baden gegangen ist.“

Vertraust du deiner Bank?
Seit 2008 kaufen die Zentralbanken Gold dazu! Warum? Sie trauen ihrem eigenen Geldsystem nicht mehr!
Der Euro hat seit Einführung (1999) bis heute (2023) 91% seiner Kaufkraft verloren.
2001 kostete eine Feinunze Gold 254$. Heute muss man dafür 2.000$ zahlen.

Was ist die beste Währung?
Die jüngere Entwicklung von…
Seit 1873 erste Goldwährung der Welt (Deutschland!)

Gold- und Silber-Vorräte

Goldpreis während Börsen-Crashs

Einsatzbereiche von Silber

Das Gold–Silber–Ratio
Der Goldpreis verhält sich zum Silberpreis im Moment wie 1 : 87.
Für 87 Unzen Silber erhält man heute eine Feinunze Gold.
Meine jahrelange Empfehlung: Bei einer Ratio über 60, immer Silber kaufen!

Ist es in Ordnung …

 

Weiterlesen: Systemwechsel

Kommentare sind geschlossen.